Kourion liegt auf einem Kliff an der Südküste von Zypern, westlich von Limassol, und gehört zu den wichtigsten antiken Stätten der Insel. Die Ruinen reichen von der mykenischen Zeit im 13. Jahrhundert v. Chr. bis in die byzantinische Epoche. Zu sehen sind das Theater, das Haus des Eustolios, das Stadion und der Apollon-Hylates-Tempel. Wer im Frühling oder Herbst kommt, hat meist das bessere Licht, mildere Temperaturen und weniger Andrang.

Geschichte und Bedeutung von Kourion

Kourion gehört zu den Orten auf Zypern, an denen du die Schichten der Inselgeschichte direkt vor dir siehst. Die Stadt entstand laut archäologischen Funden im 13. Jahrhundert v. Chr. mit mykenischen Siedlern, wuchs in der Eisenzeit zu einem Handelszentrum und erreichte ihren Höhepunkt in römischer Zeit. Später prägten die Byzantiner die Ruinen mit Basiliken, Mosaiken und kirchlichen Anlagen. Das ist keine hübsche Kulisse. Das ist eine Stadt, die über Jahrhunderte mitgegangen ist.

Die Lage auf dem Kliff machte Kourion stark. Von hier kontrollierten die Bewohner die Küste, den Zugang zu den fruchtbaren Ebenen und die Wege Richtung Inland. Dazu kam der Handel über das östliche Mittelmeer. Die Stadt profitierte von Landwirtschaft, bewässerten Feldern und einem Netz aus Werkstätten und Tauschbeziehungen. Genau deshalb findest du hier nicht nur ein Theater, sondern auch Wohnhäuser, Heiligtümer und Reste öffentlicher Bauten.

Im römischen und byzantinischen Zeitalter wurde Kourion noch vielschichtiger. Römische Villen mit Bädern, Abwassersystemen und Mosaiken zeigten Wohlstand. Die byzantinische Phase verschob den Schwerpunkt hin zu religiöser Architektur. Dann kamen die Erdbeben des 4. Jahrhunderts n. Chr. Die Stadt verlor ihre Funktion, wurde aufgegeben und später archäologisch freigelegt. Heute steht sie als Ruinenfeld offen da, aber die Struktur bleibt klar lesbar.

Die Anfänge: Gründung und frühe Entwicklungen

Die frühen Spuren von Kourion reichen tief in die Bronzezeit. Das 13. Jahrhundert v. Chr. markiert den Beginn der Siedlungsgeschichte, als mykenische Gruppen sich an der Küste niederließen. Die Kombination aus fruchtbarer Ebene, guter Sicht auf das Meer und geschützter Lage machte den Ort attraktiv. Schon früh entstand hier kein isoliertes Dorf, sondern ein Platz mit regionaler Funktion.

In der Eisenzeit gewann Kourion an Gewicht. Die Stadt entwickelte sich zu einem Handelszentrum und profitierte von Gütern, die zwischen den Mittelmeerregionen zirkulierten. Landwirtschaft spielte eine große Rolle, vor allem über Bewässerung und den Anbau in den umliegenden Tälern. Dazu kamen Tempelanlagen und öffentliche Plätze, die den politischen Anspruch der Stadt sichtbar machten. Kourion war also nicht nur Wohnort, sondern auch Bühne für Macht.

Bevor Rom die Oberhand gewann, prägten verschiedene Herrscherdynastien den Ort. Das führte zu Konflikten, aber auch zu kultureller Mischung. Genau daraus entstand die urbane Struktur, die du heute noch erkennst: kein glatt geplanter Ort, sondern ein gewachsenes Zentrum mit religiösen, politischen und wirtschaftlichen Zonen.

Kourion im römischen und byzantinischen Zeitalter

Mit den Römern kam der große Ausbau. Villen, Thermen, Abwasserleitungen und großzügige Wohnbereiche zeigen den Anspruch der Eliten. Das Theater wurde zur bekanntesten Anlage der Stadt, aber es stand nicht allein. Es gehörte zu einem größeren städtischen Gefüge mit Forum, Wohnhäusern und Infrastruktur. Genau das macht Kourion so spannend: Du siehst hier nicht nur ein einzelnes Denkmal, sondern eine komplette antike Stadtlogik.

In byzantinischer Zeit verlagerte sich der Fokus. Basiliken wurden wichtiger, kirchliche Zentren entstanden, und religiöse Architektur prägte das Bild. Christliche Gebäude mit Mosaiken und Marmordetails zeigen, wie sich die Stadt in eine andere Epoche schob. Der Ort blieb wichtig, aber anders. Aus einer römischen Stadt wurde ein christlich geprägtes Zentrum mit anderer Funktion und anderem Maßstab.

Auch wirtschaftlich blieb Kourion lange aktiv. Oliven, Wein und Handwerk stützten die lokale Struktur. Töpferwaren und landwirtschaftliche Produkte fanden Absatz in der Region. Die Mischung aus Handel, Religion und Verwaltung machte den Ort über Jahrhunderte relevant. Dann brach diese Ordnung weg.

Der Untergang: Das Ende einer Epoche

Die Erdbeben des 4. Jahrhunderts n. Chr. trafen Kourion hart. Gebäude stürzten ein, Wohnbereiche wurden zerstört, und große Teile der Infrastruktur gingen verloren. Die Stadt erholte sich nie wieder vollständig. Ein Teil der Bevölkerung zog fort, andere Strukturen verfielen. So wurde aus einer lebendigen Stadt Schritt für Schritt eine Ruinenlandschaft.

Hinzu kamen politische Verschiebungen im östlichen Mittelmeerraum. Handelswege änderten sich, neue Machtzentren entstanden, und Kourion verlor seine Rolle als Knotenpunkt. Danach geriet der Ort in Vergessenheit, bis Archäologen die Ruinen wieder freilegten. Das Ergebnis siehst du heute direkt vor Ort: ein klar lesbares Stück Antike, das nicht auf Effekte setzt, sondern auf Substanz.

Was Kourion besonders macht

Kourion verbindet Stadtgeschichte, Küstenlage und sehr unterschiedliche Bauphasen auf engem Raum. Du kannst hier in wenigen Schritten vom Theater zur Wohnarchitektur, von römischen Mosaiken zu byzantinischen Spuren gehen. Genau das macht den Besuch stark: Du brauchst kein Vorwissen, um die Struktur zu verstehen. Du merkst sofort, dass dieser Ort mehr als eine Ruine ist.

Sehenswürdigkeiten und Highlights in Kourion

Das Herzstück von Kourion ist das Theater. Die Anlage aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. sitzt perfekt in die Landschaft gesetzt und öffnet den Blick auf das Meer. Die Akustik funktioniert bis heute beeindruckend gut. Dazu kommen das Stadion, das Forum, das Haus des Eustolios und der Apollon-Hylates-Tempel. Das sind keine Nebenschauplätze, sondern die Bausteine der Stadt.

Wenn du wenig Zeit hast, geh zuerst zum Theater. Dann zum Haus des Eustolios. Danach lohnt sich der Weg zum Tempel von Apollon Hylates, der etwas abseits liegt und den religiösen Teil der Anlage zeigt. Nimm dir für alles zusammen mindestens zwei bis drei Stunden. Mit Pause, Fotos und Blick auf die Küste eher mehr.

Das Theater: Römische Baukunst mit Meerblick

Das Theater von Kourion ist die bekannteste Anlage vor Ort. Es entstand im 2. Jahrhundert n. Chr. und wurde später mehrfach verändert. Die halbkreisförmige Zuschauertribüne, die Bühne und die offene Lage am Hang machen es zu einem der eindrucksvollsten Theater auf Zypern. Hier wurde gespielt, gesprochen und vermutlich auch politisch inszeniert. Das Theater war also mehr als Unterhaltung.

Die Sitzreihen sind gut erhalten, die Sichtachse wirkt sauber, und die Anlage zeigt, wie präzise die Römer mit Raum gearbeitet haben. Dazu kommt der Blick über das Mittelmeer. Das ist kein Zufall. Die Lage verstärkt den Eindruck der Anlage enorm. Du stehst dort oben und verstehst sofort, warum dieser Ort über Jahrhunderte Bedeutung hatte.

Besonders stark ist das Theater am frühen Morgen oder späten Nachmittag. Dann fällt das Licht flacher ein, und die Konturen der Steinblöcke treten klarer hervor. Mittags wirkt die Anlage härter und heller. Nicht falsch, aber weniger schön.

Das Haus des Eustolios: Alltag, Mosaike und Badekultur

Das Haus des Eustolios zeigt dir das private Leben der oberen Schicht in Kourion. Die Anlage besitzt mehrere Räume, Badebereiche, Wirtschaftsflächen und Mosaike, die mythologische und alltagsnahe Szenen zeigen. Hier wird deutlich, wie eng Wohnen, Repräsentation und Komfort zusammenhingen. Das war kein schlichtes Haus, sondern eine Villa mit Anspruch.

Wichtig sind auch die technischen Details. Das Haus verfügte über ein Heizsystem mit Hypokausten, über Wasserzisterne und über Räume für Körperpflege und Treffen. Genau solche Elemente machen den Unterschied zwischen einem bloßen Grundriss und einer lebendigen Vorstellung vom Alltag. Du siehst, wie die Bewohner kochten, badeten, lagerten und sich bewegten.

Die Mosaike gehören zu den besten Argumenten für den Besuch. Sie erzählen nicht nur von Geschmack, sondern auch von Status. Farben, Muster und Motive zeigen, wie stark antike Haushalte auf Wirkung setzten. Wer sich für Wohnen in der Antike interessiert, bleibt hier schnell länger hängen als geplant.

Der Apollon-Hylates-Tempel: Heiligtum außerhalb der Stadt

Der Tempel des Apollon Hylates liegt nicht direkt im Kern von Kourion, gehört aber fest zur Anlage. Er war ein wichtiges Heiligtum und Pilgerziel. Die Lage etwas außerhalb der Stadt zeigt, wie religiöse und urbane Räume in der Antike getrennt, aber verbunden waren. Hier stand nicht das alltägliche Leben im Mittelpunkt, sondern Ritual und Kult.

Auf dem Gelände erkennst du die Struktur der heiligen Anlage noch gut. Wege, Altäre und Überreste der Tempelbauten machen den Ort lesbar. Gerade im Zusammenspiel mit dem Theater und dem Haus des Eustolios wird klar, wie breit Kourion aufgestellt war. Politik, Alltag und Religion lagen hier dicht beieinander, aber nie im selben Raum.

Wenn du die antike Stadt verstehst, dann über diesen Tempel gleich mit. Er ergänzt das Bild um die religiöse Ebene und zeigt, dass Kourion nicht nur eine wohlhabende Küstenstadt war, sondern auch ein Zentrum mit kultischer Bedeutung.

Die Mosaike: Bilder auf dem Boden

Die Mosaike von Kourion gehören zu den stärksten Details der ganzen Anlage. Sie bestehen aus kleinen Stein- und Glasteilen, die präzise gesetzt wurden. Viele zeigen mythologische Szenen, geometrische Muster oder Motive aus dem Alltag. Das wirkt nicht nur dekorativ, sondern erzählt auch, wie die Menschen damals ihre Wohnräume verstanden. Böden waren Bildflächen.

Die Kunst liegt in der Genauigkeit. Die Muster sind fein gearbeitet, die Übergänge sauber, die Kompositionen oft überraschend lebendig. Gerade im Haus des Eustolios siehst du, wie sehr Mosaike als Teil des Hauses gedacht waren. Sie standen nicht neben dem Raum, sie waren der Raum.

Wenn du genau hinschaust, erkennst du auch die Mischung aus hellenistischen, römischen und byzantinischen Einflüssen. Kourion war eben nie abgeschottet. Die Stadt nahm Stile auf, passte sie an und machte daraus etwas Eigenes. Das sieht man auf dem Boden ziemlich gut.

Praktische Informationen für deinen Besuch

Kourion liegt rund zwölf Kilometer westlich von Limassol und lässt sich gut als Halbtagesausflug einplanen. Im Sommer wird es heiß, offen und sehr sonnig. Im Frühling und Herbst ist der Besuch deutlich angenehmer. Nimm Wasser mit, denn Schatten ist auf dem Gelände knapp. Gute Schuhe sind Pflicht, weil die Wege uneben sind.

Die Öffnungszeiten ändern sich je nach Saison. Im Sommer ist meist von früh bis in den Abend geöffnet, im Winter kürzer. Der Eintritt liegt für Erwachsene bei etwa 4,50 Euro. Für Kinder und Jugendliche gibt es oft Ermäßigungen. Wenn du mehrere Stätten auf Zypern besuchst, lohnt sich der Blick auf Kombitickets, aber nur wenn du wirklich mehr sehen willst. Sonst zahlst du am Ende für Orte, die du gar nicht besuchst.

Gut zu wissen vor Ort

Rollstuhlzugang ist nur teilweise möglich. Das Theater und das Haus des Eustolios lassen sich vergleichsweise gut erreichen, aber nicht alle Bereiche sind barrierearm. Wer früh kommt, vermeidet Hitze und Reisegruppen. Wer spät kommt, bekommt das schönere Licht. Beides funktioniert. Mittag eher nicht.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Von April bis Oktober öffnet Kourion meist von 8:30 Uhr bis 19:30 Uhr. Von November bis März endet der Besuch in der Regel früher, oft um 17:00 Uhr. Diese Zeiten können sich ändern, also prüfe sie vor dem Start. Der Eintritt ist moderat und liegt für Erwachsene meist bei rund 4,50 Euro. Das ist für einen Ort dieser Bedeutung fair.

Wichtig ist die Planung des Tages. Kourion liegt frei und ohne viel Infrastruktur direkt in der Anlage. Es gibt nicht überall Versorgung, also bring Wasser und vielleicht einen kleinen Snack mit. Für längere Fotosessions oder eine ausführliche Runde reicht eine Stunde nicht. Rechne lieber großzügig.

Anreise: So erreichst du Kourion

Von Limassol aus kommst du am einfachsten mit dem Auto nach Kourion. Die Fahrt dauert je nach Startpunkt deutlich unter einer halben Stunde. Auch von Paphos aus ist die Anreise mit dem Auto unkompliziert. Die Straße ist gut ausgebaut, und vor Ort gibt es Parkmöglichkeiten. Von Nikosia aus brauchst du länger, aber die Strecke bleibt machbar. Wer flexibel sein will, fährt mit Mietwagen.

Es fahren auch Busse aus Limassol und Paphos in die Nähe der Stätte. Das spart Geld, kostet aber Zeit und verlangt ein wenig Planung für die Rückfahrt. Für Tagesgäste kann eine organisierte Tour praktisch sein, vor allem wenn du mehrere archäologische Orte an einem Tag kombinieren willst. Dann übernimmt jemand anderes die Logistik. Praktisch, wenn du einfach nur schauen willst.

Mit dem Flugzeug reist du über die Flughäfen Larnaca oder Paphos an. Von dort geht es mit dem Mietwagen weiter. Das lohnt sich vor allem, wenn du noch andere Orte im Süden der Insel besuchst. Kourion liegt günstig genug, um es in eine größere Route einzubauen, aber weit genug außerhalb, um nicht nebenbei mitzunehmen.

Die beste Reisezeit für Kourion

Die beste Zeit für Kourion liegt klar im Frühling und im Herbst. Im April und Mai blüht die Landschaft, die Temperaturen bleiben angenehm und die Ruinen wirken nicht so hart ausgeleuchtet. Im Oktober ist das Klima oft noch warm, aber schon ruhiger als im Hochsommer. Genau dann macht die Anlage am meisten Spaß.

Im Juni, Juli und August wird es heiß. Sehr heiß. Das Gelände liegt offen, Schatten fehlt, und längere Rundgänge ziehen sich. Wer im Sommer reist, sollte früh starten oder den Besuch auf den späten Nachmittag legen. Im Winter ist es kühler und ruhiger, aber die Tage sind kürzer. Für Fotos kann das trotzdem gut sein.

Führung oder auf eigene Faust

Eine Führung lohnt sich, wenn du die Geschichte schnell greifen willst. Du bekommst Kontext zu den Bauphasen, zur Rolle der Stadt und zu den wichtigsten Anlagen. Das hilft vor allem, wenn du nur wenig Zeit hast oder mit Kindern unterwegs bist. Kourion ist nämlich kein Ort, der sich von allein erklärt.

Auf eigene Faust gehst du freier durch die Anlage und bestimmst dein Tempo selbst. Dann kannst du beim Theater länger stehen bleiben, die Mosaike in Ruhe anschauen und den Blick aufs Meer auskosten. Mit einem guten Audio-Guide oder einer Karte funktioniert das sehr gut. Entscheidend ist nicht die Form, sondern dass du nicht zu knapp planst.

Wandern, Baden und weitere Ziele in der Nähe

Kourion lässt sich gut mit einem Tag an der Küste verbinden. Die Klippen und Wege rund um die Anlage bieten schöne kurze Spaziergänge, auch wenn es hier nicht um eine klassische Wanderung geht. Wer danach noch ans Wasser will, findet an der Südküste Badeplätze und Strandabschnitte, die sich gut als Pause eignen. Das passt besonders nach einem heißen Vormittag in den Ruinen.

Auch Limassol bietet sich als Gegenpol an. Nach der Antike kommt die moderne Stadt mit Promenade, Cafés und Hafen. Paphos funktioniert als weitere Ergänzung, wenn du ohnehin westlich unterwegs bist. So wird aus Kourion kein Einzelstopp, sondern ein guter Teil einer kompakten Route entlang der Südküste.

Station
Kourion
Apollon Hylates
Limassol Altstadt
Kourion-Strand
Ortstyp
Antike Ruinenstadt auf dem Kliff
Heiligtum außerhalb des Kerns
Städtisches Zentrum mit Alltag
Küstenabschnitt mit Meerblick
Zeitbedarf
2 bis 3 Stunden
1 bis 1,5 Stunden
Halber Tag oder mehr
1 bis 2 Stunden
Stärke
Theater, Mosaike, Ausblicke
Ritual und Kult
Essen, Cafés, Stadtleben
Pause nach dem Rundgang
Beste Reihenfolge
Am Morgen starten
Danach weiterfahren
Zum Mittag oder Abend
Am Schluss ausruhen
Für wen
Geschichtsfans und Erstbesucher
Wer Religion und Kult mag
Wer Stadt und Essen sucht
Wer Sonne und Meer will

Die beste Kombination ist simpel: erst die Ruinen, dann der Tempel, danach Küste oder Limassol. So siehst du Geschichte, Landschaft und Gegenwart an einem Tag.

Themen und Aktivitäten rund um Kourion

Antike Stadt-Tour

Starte am Theater und arbeite dich über das Forum bis zum Haus des Eustolios vor. So verstehst du die Stadtstruktur am schnellsten. Plane dafür mindestens zwei Stunden ein.

Mosaike anschauen

Die Böden im Haus des Eustolios zeigen dir, wie stark antike Haushalte auf Darstellung gesetzt haben. Geh langsam, schau auf Details und bleib nicht nur an den großen Anlagen hängen.

Tempelrundgang

Der Apollon-Hylates-Tempel ergänzt die Stadt um die religiöse Ebene. Der Weg dorthin zeigt dir, wie eng Kourion und sein Umland zusammengehören.

Küstenblick und Fotostopp

Die Lage auf dem Kliff macht Kourion stark für Fotos. Vor allem am Morgen ist das Licht sauber. Am Mittag wird es sehr hart, aber der Blick bleibt beeindruckend.

Kleine Küstenrunde

Verbinde die Ruinen mit einem kurzen Spaziergang entlang der Küste oder mit einem Strandstopp. Das ist keine große Wanderung, aber genau richtig nach den Ruinen.

Halber Tag mit Kultur

Wenn du nur einen halben Tag hast, ist Kourion trotzdem sinnvoll. Die Anlage ist kompakt genug, um viel zu sehen, aber groß genug, um nicht nur durchzulaufen.

Praktische Tipps für Kourion

  • Geld einplanen

    Der Eintritt ist mit rund 4,50 Euro überschaubar. Rechne aber mit zusätzlichen Kosten für Anreise, Wasser und eventuell ein Mietauto.

  • Früh kommen

    Am Morgen ist es kühler, ruhiger und fotofreundlicher. Das gilt vor allem von Mai bis Oktober.

  • +Schuhe mit Grip

    Die Wege sind teils uneben und offen. Leichte Sneaker reichen oft, Sandalen eher nicht.

  • iWasser mitnehmen

    Vor Ort gibt es nur begrenzt Versorgung. Für warme Tage sind zwei Flaschen besser als eine.

  • Rundgang planen

    Mach nicht alles in einem wilden Sprint. Theater, Haus des Eustolios und Tempel ergeben zusammen den besten Ablauf.

  • Mobilität prüfen

    Ein Teil der Wege ist zugänglich, aber nicht alles. Wenn du eingeschränkt bist, lohnt sich ein genauer Blick auf die Route vorab.

Warum Kourion sich lohnt

Kourion ist kein Ort für schnelle Selfies und wieder weg. Die antike Stadt zeigt dir, wie eine Küstenmetropole über Jahrhunderte gewachsen ist, welche Rolle Theater, Hausarchitektur und Heiligtümer spielten und warum die Lage auf dem Kliff so wichtig war. Genau das macht den Besuch stark: Du bekommst Geschichte, Landschaft und klare Struktur in einem einzigen Rundgang.

Wenn du Zypern verstehen willst, gehört Kourion dazu. Nicht als Pflichtpunkt. Eher als Ort, der hängen bleibt.

HÄUFIGE FRAGEN

Wo liegt Kourion auf Zypern?

Kourion liegt an der Südküste von Zypern westlich von Limassol. Die antike Stadt sitzt auf einem Felsplateau mit Blick auf das Mittelmeer. Von Limassol aus bist du mit dem Auto meist in kurzer Zeit dort.

Wie alt ist Kourion?

Die Geschichte von Kourion reicht bis ins 13. Jahrhundert v. Chr. zurück. Erste mykenische Siedler prägten die frühe Phase. Später wurde der Ort in römischer und byzantinischer Zeit weiter ausgebaut.

Was sieht man in Kourion?

Zu den wichtigsten Anlagen gehören das Theater, das Haus des Eustolios, das Stadion und der Tempel des Apollon Hylates. Dazu kommen Mosaike, Wohnreste und byzantinische Spuren. Der Rundgang zeigt dir mehrere Epochen auf engem Raum.

Wie viel Zeit braucht man für Kourion?

Für einen ersten Besuch reichen meist zwei bis drei Stunden. Wenn du auch den Tempel von Apollon Hylates und längere Pausen einplanst, wird daraus schnell ein halber Tag. Mit Anreise und Küstenstopp kann der Ausflug länger dauern.

Wann ist die beste Reisezeit für Kourion?

Am angenehmsten sind April, Mai und Oktober. Dann bleibt es meist milder und das Licht ist gut für Fotos. Im Hochsommer wird es sehr heiß, weil die Anlage offen liegt und wenig Schatten bietet.

Wie teuer ist der Eintritt in Kourion?

Der Eintritt liegt für Erwachsene meist bei etwa 4,50 Euro. Für Kinder und Jugendliche gibt es oft Ermäßigungen. Die Preise können sich ändern, deshalb lohnt sich ein kurzer Check vor dem Besuch.

Wie kommt man am besten nach Kourion?

Am einfachsten erreichst du Kourion mit dem Auto über die Südküste. Die Fahrt von Limassol dauert nicht lange, auch Paphos ist gut angebunden. Es gibt außerdem Busverbindungen und organisierte Tagestouren.

Ist Kourion barrierearm?

Teilweise. Das Theater und das Haus des Eustolios lassen sich vergleichsweise gut erreichen, aber nicht alle Wege sind einfach. Wer auf Mobilität achten muss, sollte die Route vorab prüfen.

Kann man Kourion mit anderen Orten verbinden?

Ja, sehr gut sogar. Viele kombinieren den Besuch mit dem Apollon-Hylates-Tempel, mit Limassol oder mit einem Strandstopp an der Küste. So wird aus dem Archäologie-Besuch ein ganzer Tagesausflug.

Lohnt sich eine Führung in Kourion?

Ja, vor allem wenn du die Geschichte schneller einordnen willst. Eine Führung erklärt dir die Bauphasen, die religiöse Bedeutung und die wichtigsten Details der Anlage. Wenn du gern im eigenen Tempo gehst, funktioniert Kourion aber auch ohne Guide.

Warum ist das Theater von Kourion so bekannt?

Das Theater liegt spektakulär auf dem Hang und bietet einen weiten Blick über das Meer. Es wurde im 2. Jahrhundert n. Chr. errichtet und zeigt römische Baukunst sehr klar. Außerdem ist es bis heute gut erhalten und dadurch besonders eindrucksvoll.

Was macht die Mosaike in Kourion besonders?

Die Mosaike zeigen Szenen aus Mythologie und Alltag und sind sehr fein gearbeitet. Vor allem im Haus des Eustolios bekommst du einen guten Eindruck von antiker Wohnkultur. Sie machen Kourion nicht nur historisch, sondern auch visuell stark.
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